Ein Tag ohne Seifenoper

Die ARD fährt neuerdings eine groß angelegte Werbekampagne für ihre tägliche Seifenoper Marienhof. Man kann kaum einen ARD-Radiosender einschalten oder durch eine deutsche Großstadt fahren, ohne entsprechende Radiospots und/oder Plakate wahrzunehmen. Und obwohl es nahe läge, will ich mich gar nicht darüber auslassen, ob es verwerflich ist, dass schon wieder Rundfunkgebühren für eine Werbekampagne ausgegeben werden für eine Serie im Werberahmenprogramm eines öffentlich-rechtlichen Senders.

Nein, es geht mir heute nur um den Claim, den man sich bei der ARD oder ihrer „Kreativ“-Agentur dazu ausgedacht hat: „Ein Tag ohne Marienhof ist wie Vaterschaft ohne Test.“

Äh… ja. Mag ja sein, dass es heuzutage reicht, Reizworte aneinanderzureihen, um Aufmerksamkeit zu erreichen. Aber sollte man nicht doch irgendwie ein bisschen darauf achten, dass der Sinn dabei nicht völlig auf der Strecke bleibt? Denn, wenn man einmal darüber nachdenkt: Wie ist denn „Vaterschaft ohne Test“ so?

Harmonisch. Vertrauensvoll. Normal.

Insofern hat die ARD mit ihrem Slogan gar nicht so unrecht.

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