Kram oder nicht Kram

Meine Wohnung ist zu klein.

Und ich meine nicht, dass sie zu klein für meinen sozialen Status oder mein Einkommen oder auch nur mein Ego wäre. Vor kurzem habe ich festgestellt: Ich habe inzwischen den Punkt erreicht, wo ich unordentlich in der Gegend herumliegendes Zeug nicht mehr „wegräumen“ kann – weil es keinen regulären Aufbewahrungsort mehr dafür gibt.

Logische Schlussfolgerung: Entweder ich ziehe um oder ich kaufe ab sofort keinen neuen Kram mehr. Oder: Ich fahre zu Ikea, kaufe mir Kommoden für die letzten beiden noch verbleibenden unverbauten Viertelquadratmeter meiner Wohnung und schiebe das Problem ein weiteres halbes Jahr hinaus.

Ratet mal, wofür ich mich entschieden habe.

Nun ja. Dass ein Ikea-Besuch am Samstagmittag nicht eben ein Zuckerschlecken sein würde – darüber war ich mir von vorherein im Klaren. Und tatsächlich: Man konnte kaum drei Schritte gehen, ohne auf eines der zahllosen Kinder zu treten, die sich offenbar losgerissen hatten. Und wenn man, ahem, am Anfang vergessen hat, sich je einen der Ikea-Zettel und der patentierten halblangen Bleistifte mitzunehmen und daher drei bis vier Abteilungen lang gegen die vorgeschriebene Strömungsrichtung durch das Ikea-Labyrinth zurücklaufen muss, hat man eh erstmal verloren.

Umso erstaunlicher war es daher, dass alles, was ich haben wollte, auch vorrätig war. Und dass ich am Ende gerade mal drei Minuten an der Kasse warten musste.

Tja, und nun ist Kommode 1 bereits aufgebaut. Kommode 2 wäre auch schon fertig, wenn ich mir nicht beim Schleppen, Zerren und Ziehen der doch nur mäßig handlichen Ikea-Packungen das Handgelenk verdreht hätte. Danke übrigens, Ikea, für den ermutigenden Aufdruck „38 kg“ auf den Packungen und dafür, dass auf der innen liegenden Bauanleitung fröhliche Piktogramme davor warnen, sie ohne Hilfe ganz alleine durch die Gegend zu tragen.

Aber was soll’s? Ich habe Platz für ein halbes Jahr neuen Kram! Und was wäre das Leben ohne neuen Kram…?

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